Klischee adé!? Boku-Studenten und Vorurteile

Erfüllst du die Klischees eines Boku-Studenten? Wir haben der Universität für Bodenkultur Wien einen Besuch abgestattet und bei den Studenten vor Ort nachgefragt!

Du verlässt das Haus nie ohne deine Baggy Pants und in deinen Taschen befindet sich immer ein Grinder und Papes? Außerdem chillst du den ganzen Tag, genießt dein Leben, philosophierst auf der Uni mit anderen Studenten über Schnecken und wie man sie am besten einfängt, weil dein Studium eh so easy ist, dass du nichts zu tun hast? Gratulation, dann erfüllst du alle Voraussetzungen für die Universität für Bodenkultur Wien! So zumindest das Klischee.

5 ECTS Schneckenstreicheln – gibt es das wirklich?

Das Klischee: Auf Facebook kursieren unzählige Memes, die sich über die Lehrveranstaltungen der Boku-Wien lustig machen, aber was ist an dem Klischee „5 ECTS fürs Schnecken Streicheln“ dran? Boku-Studenten lieben Tiere und alles was damit zu tun hat. Als echte Naturtypen müssen sie da auch schon mal im Dreck buddeln, aber gibt es diese Lehrveranstaltungen wirklich oder basieren die Memes nur auf miesen Vorurteilen?

„Wir haben schon Lehrveranstaltungen in denen wir Bäume zählen, aber das ist wirklich wissenschaftlich. Wir nehmen den Bestand von einem Forst, das ist was voll wichtiges, was viele Forstwirte tun.“

„Die Boku ist sehr praxisnah. Das ist auch echt cool an der Boku. Wir kauen nicht alles nur Theoretisch durch, sondern schauen es uns auch in der Praxis an, wie z.B. Bäume zählen“

„Es gibt schon einfache Kurse, wie Mehlwürmer züchten, aber dann bekommt man dafür nicht 5 ECTS sondern nur 1 ECTS. Ich liebe diese Kurse.“

„Ja, es gibt Kurse, in denen wir in der Erde graben und Würmer suchen. Anschließend müssen wir die Segmente der Würmer dann bestimmen. Das ist gar nicht so einfach wie es sich anhört.“

Sind alle Boku-Studenten Kiffer?

Das Klischee: Boku-Studenten sind naturverbunden. Damit einher geht das große Vorurteil alle ihresgleichen wären Kiffer. Schon zum morgendlichen Kaffee wird genüsslich eine Bong geraucht und damit gechillt in den Tag gestartet. Auf der Uni angekommen wird mit den Kollegen gemeinsam der ein oder andere Joint gekifft und über die Qualität sowie den Anbau des Marihuanas gefachsimpelt. Aber was steckt hinter diesem Klischee? Sind wirklich alle Boku-Studenten Kiffer?

„Naja, das ist auch nicht wahr. Ich glaube die Studenten an der Haupt-Uni kiffen schon viel mehr.“

„Kiffen ist ein mega Vorurteil, es gibt auch Studenten die eine Ausnahme sind und nicht kiffen.“

„Dass alle Boku-Studenten Kiffen ist kein Vorurteil, das stimmt.“

Dich interessieren noch weitere Studierenden Klischees? Hier erfährst du mehr über die Vorurteile der Publizistik Studenten der Uni Wien.

Die Boku ist easy?

Das Klischee: Den ganzen Tag einen Joint nach dem anderen Rauchen? In den Rauchpausen Schnecken streicheln und Regewürmer suchen? Das kann doch jeder! Nach dem Studium auf der „Kartoffel-Uni“ ist man sowieso nur ein studierter Bauer. Lernen muss man nichts und der Aufwand des Studiums ist sowieso gleich Null. Entspricht das der Realität?

„Man hört sehr oft von Leuten ‚Ah, die Kartoffel-Uni‘ oder ‚ja dann bist du studierter Bauer‘, aber man hört auch andere Seiten. Vor allem von älteren Menschen, die auch selbst in der Wissenschaft tätig sind, wird die Boku als voll gute Uni angesehen, weil die Nachhaltigkeit ein immer wichtiger werdendes Thema ist.“

„Die Boku ist ein gutes Sprungbrett. Man kann sehr einfach viele Leute aus der Branche kennenlernen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass jemand einfach herkommt und uns anspricht. Die Menschen sind sehr offen hier.“

„Ich studiere Forstwirtschaft und ich höre oft von Studenten anderer Unis, dass sie sagen auf der Boku ist es easy-cheesy. Ich hab noch nie auf der TU studiert, aber ich glaub schon dass es schwierig dort ist.“

„Mein Studium, ich studiere Agrarwissenschaften, ist definitiv leichter als ein Studium an der Haupt-Uni. Lebensmittel- und Biotechnologie an der Boku ist jedoch beispielsweise ein sehr schweres Studium.“

Boku-Studenten haben Dreads und tragen Baggy Pants?

Das Klischee: Auf der Boku tragen alle Baggy Pants und haben Dreadlocks. Waldviertler sind hier die meist gesehenen Schuhe und die Kleidung der Studierenden ist sowieso voll Öko und total nachhaltig. Wir haben nachgefragt, ob diese Vorurteile zutreffen, lest selbst!

„Dreads, naja in meinem Studium, ich studiere Umwelt- und Bioressourcenmanagement, eher nicht. In anderen Studiengängen schon. Baggy Hosen und Goa Hosen haben wirklich viele an, das muss man schon sagen. Dafür sieht man relativ wenige Snapbacks und Jogginghosen.“

„Ja, naja sicherlich, mehr als auf den anderen Unis, ja.“

„Man sieht immer wieder mal jemanden, das stimmt schon. Letztendlich sind das jedoch wahrscheinlich weniger als 5 %, aber es ist natürlich auffällig.“

„Wenn ich durch die Innenstadt gehe, sehe ich weniger Menschen mit Dreads, als jetzt hier auf der Uni, das stimmt schon, aber es hat nicht jeder welche.“

Das Fazit

Man sollte die Studierenden der Universität für Bodenkultur Wien nicht auf ein paar Klischees reduzieren. Die Klischees treffen zwar teilweise zu, aber nicht jedes Klischee kann auf jeden Studenten und jede Studienrichtung der Boku vollkommen übertragen werden. Wir können nur jedem wärmstens empfehlen sich selbst auf den Weg zu machen und in der Kantine oder im Innenhof der Boku mit ein paar Studenten zu plaudern und sich selbst zu überzeugen. Das Wichtigste ist, dass man sich mit seinem Studium identifizieren kann und gerne studiert und das trifft mit Sicherheit auf die meisten Boku-Studenten zu.

Du hast vom vielen Lesen Hunger bekommen? Schau doch in diesem Beitrag vorbei und finde das beste Lokal für dich in der Nähe der Uni Wien oder der WU.

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