Das war das Lake Festival 2017 – 3 Tage Eskalation pur

Vom 10. bis zum 12. August fand bereits zum achten Mal das unglaubliche Lake Festival am Schwarzlsee in Graz statt. Student Life Vienna war exklusiv dabei und hat die besten Momente für euch festgehalten!

Das (er)reg(t)e Treiben am Campingplatz

Wir blicken zurück auf Tag 1: Als wir uns den Weg durch den Camping-Bereich bahnten, um einen geeigneten Platz für unser Lager zu finden, wurde eines schnell klar: Mit Kauf unseres Festivalpasses hatten wir eine gratis Wildlife-Safari mitgebucht. Zunächst waren da einmal die auf den ersten Blick eher sanftmütiger wirkenden Festival-Besucher, die in ihren ramponierten Camping-Stühlen genügsam im See hockten und der Sonne entgegenblickten. Spitzte man jedoch die Ohren, hörte man sie ununterbrochen über die Sorten der Bierdosen streiten, die sie so beharrlich in ihren Händen hielten, als wären sie ihre Wespenstachel, deren „Abwurf“ sie direkt in den Tod reißen würde. Gattungen wie Wieselburger, Ottakringer oder Puntigamer waren vertreten und grenzten sich klar voneinander ab.

Es dauerte nicht lange, bis die Sicht von einem gewissen Herrn Benni Hörtnagl verstellt wurde (stammt angeblich von den Nage(l)tieren ab). Benni hielt anderen Festivalbesuchern, die sich ganz offensichtlich gerade in einem monumentalen Alkoholrausch befanden, penetrant das Ö3-Mikrofon unter die Nase. Nageltiere müssen sichtlich noch darauf konditioniert werden, dass man während seines Festival-Absturzes keine Radiointerviews geben dann, wenn man nachher noch mit etwas Würde in die „echte“ Welt zurückkehren will.

Außerdem huschte immer wieder eine komplett in schwarz gekleidete Spezies an uns vorbei, auf deren Rücken in großen Lettern „SUCK IT“ stand. Nein, das waren keine mobilen Blowjobber. Diese Art verkaufte alkoholhaltiges Eis in Calippo-Form.

Es war laut, es war sexy, es war heiß

Gegen Abenddämmerung erblickten wir in den Zelten stets Weibchen, die genüsslich an ihren SUCK ITs lutschten und währenddessen versuchten, ihr Federkleid für die Partynacht aufzuspannen. Es vergingen jedoch keine fünf Minuten, bis sie von ihren männlichen Artgenossen in komplettem Aufzug den See geschleudert wurden. Na, wenigstens war das Wasser warm… vom Bier halt.

Auch der spezielle Paarungsruf war über die drei Tage hinweg kaum zu überhören: Aus der Ferne und zu jeder Tages- und Nachtzeit schrillten die für ein Festival naturnotwendigen Helga-Schreie, die sich lauffeuerartig durch das ganze Gelände zogen und ganz offensichtlich für Erheiterung sorgten.

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Mega-Stimmung bei den Stages – trotz Sintflut

Auch wenn das Wetter nicht immer standhielt, die Stimmung ging nie baden. „Bist du deppat, des woa a Blitz“, wurde im Sekundentakt aus den Zelten gegrölt. Da der sintflutartige Regen jedoch nicht nachließ, musste die Mainstage später evakuiert und das Programm kurzzeitig unterbrochen werden. Das schien jedoch für niemanden ein Problem zu sein, denn in der nebenliegenden Parkgarage wurde munter weitereskaliert. Als der Schauer endlich etwas nachließ, ging es zurück an die Stage und Axwell & Ingrosso, Marshmello, Timmy Trumpet und Diplo brachten die Menge inklusive Gatsch zum Beben. Wem das nicht genug war, der konnte in der Moonstage etwas „härter“ zur Sache gehen – der Hardstyle-Bass dröhnte in den Ohren und die Moshpits waren unvergleichlich. Schließlich hat Steve Aoki das Festival-Erlebnis mit seinem unvergesslichen Auftritt perfekt abgerundet. „I’ve only got 10 cakes“ schrie er ins Mikrofon, bevor er seine Torten ins die weitaufgerissenen Mäuler des Publikums katapultierte. „CAKE ME“ stand auf deren Schilden geschrieben – Torten dürften allem Anschein nach unter diesen Spezies auch einen anturnenden Faktor haben.

Es war uns ein Volks-EDM-Fest

Das Lake Festival war ein unvergessliches Erlebnis für tausende Festival-Liebhaber, die nicht nur auf pure Romantik bei Sonnenuntergang am See stehen, sondern auch bei einer Mega-Party mit den weltgrößten DJs dabei sein wollten, die so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird.

Auf Facebook wird Klaus Leutgeb, der Veranstalter des Festivals, nun ausgiebig gefeiert. In einem offiziellen Statement schreibt er: „Ich brauche nun etwas Zeit & werde dann mein entscheiden lassen wie es weitergeht!“. Eins ist sicher: Wir wollen mehr!

An viel erinnern können wir uns nicht – ein gutes Zeichen für ein erfolgreiches Festival. Was wir euch aber nie vergessen werden: Neben „Helga“ wurde gegen Ende hin auch ständig „Student Life Vienna“ durch das Festivalgelände geschrien. Wir fragen nicht warum, wir sagen nur: DANKE für eure Eskalation.

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Foto:

(c) Lake Festival

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