20 Situationen, die du in deinem ersten Semester an der Uni erleben wirst

Dein erstes Semester an der Uni steht an und du hast sowas von GAR keine Ahnung, was dich erwarten wird? Du hast das Ticket, Student Life Vienna den Fahrplan für die bisher größte emotionale Achterbahnfahrt deines Lebens.

P.S.: Es lohnt sich, bis zum Ende zu lesen, denn dort versteckt sich noch eine kleine, aber feine (und peinliche) Geschichte einer unserer Leser aus dem ersten Semester.

Hier sind 20 Situationen, die du als Erstsemestriger mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit erleben wirst:

1. Du wirst dein Zuhause vermissen. Wenn du kein Wiener bist, aber hier studieren wirst, wirst du vor allem in den ersten Wochen starkes Heimweh haben. Die Vorfreude auf das Studentenleben ist natürlich groß, aber genauso groß ist die Stadt, in der du jetzt ganz auf dich allein gestellt bist. Aber nicht verzagen, du wirst dich schnell eingewöhnen. Wien ist eh gmiadli. Um dem Alleinsein entgegenzuwirken, haben wir hier für dich einen kleinen Schritt-fürSchritt Guide zusammengestellt, mit dem du ganz schnell Anschluss finden wirst!

2. Du wirst ins Loco gehen. Oft. Aber tu’s nicht so oft. Wirklich nicht.

3. Du wirst realisieren, dass jetzt Schluss ist mit nach Farben sortierten Faber-Castell-Filzstiften im Diddl-Federpenal und dem wunderschönen bunten Einhorn-Stundenplan. Viel zu schnell wird dir vor Augen geführt werden, wie organisiert deine Studienzeit ablaufen wird. Nämlich gar nicht.

4. Du wirst an der Hauptuni studieren? Dann wirst du mindestens ein Standard-Abo abschließen oder alternativ täglich mit etwa 22 Flyern nach Hause gehen. Du wirst dir nie merken, ob du jetzt bei Schottentor oder Schottenring aussteigen musst. Du wirst jeden Tag an diesen schmuddeligen Take-Away-Läden unten in der Schottentor-Station vorbeigehen und deinem Riesenhunger jedes Mal fast nachgeben, aber eben nur fast, weil es dir doch wichtiger ist, keine Lebensmittelvergiftung zu bekommen.

5. Zu Beginn wird deine Motivation noch auf Höchstniveau sein und du wirst dir vor Eifer jedes Buch von der Pflichtlektüre besorgen, sogar die Zusatzliteratur. Kleiner Tipp: Lass das lieber bleiben. Du bist im Vergleich schon sehr gut dran, wenn du überhaupt die Hälfte der Bücher einmal aus dem Bib-Regal genommen und deinen Daumen über die Seiten streifen lassen hast.

6. Du wirst erkennen, wie hart das Leben wirklich sein kann. Denn von nun an ist Wikipedia keine zitierfähige Quelle mehr.

7. Du wirst im Pinterest-Outfit inmitten von Menschen in Schlafanzügen stehen und dir den Lippenstift vom Mund kratzen wollen. Sich für die Uni schick zu machen, ist schlichtweg sinnlos. Die ersten paar Tage oder Wochen wirst du noch motiviert sein, durchgestyled an die Uni zu gehen, aber nach einiger Zeit wird dir die zusätzliche Stunde Schlaf wichtiger sein, weil du erkennst, dass sich am Unigebäude kaum jemand um sein Äußeres kümmert und Jogginghosen und ungewaschene Haare im messy bun an der Tagesordnung stehen.

8. Du wirst realisieren, wie ernst es manche Professoren mit dem Wort „Vorlesung“ meinen.

9. Instagram, Snapchat, Facebook und Co. werden dir den Eindruck vermitteln, dass alle anderen ein filmreifes Studentenleben führen, während du nur zuhause sitzt und die vierte Serie am Stück bingewatchst. Lass dich davon ja nicht beirren, die Menschen teilen nun einmal nicht, dass sie nach dem vierten Prüfungstermin immer noch nicht bestanden haben und in Wirklichkeit 90% der Zeit nur schlafen.

10. Du wirst dich ärgern, dass du in der Schule alles über Sinus und Cosinus, aber nichts über Buchführung gelernt hast. Deine Finanzen werden droppen wie der Bass im Flex. Gäbe es denn nur ein How-To von SLV, das mir Tipps für die Studentenbudgetplanung geben würde...

11. Du wirst orientierungslos in der Bibliothek stehen.

12. Du wirst aufstehen, wenn die Sonne untergeht.

13. Du wirst raunzen, raunzen und nochmal raunzen. Das können Studenten und Wiener generell am allerbesten, denn das erzeugt ein Gefühl der Nähe und des Vertrauens. Frag nicht warum, frag einfach nicht.

14. Du wirst dich versehentlich in den falschen Hörsaal setzen. Und das nicht nur einmal. Bist du endlich in der richtigen Lehrveranstaltung angelangt, wirst du alles mitschreiben. Jedes Wort. Das ist diese Motivation, von der alle Erstsemestrigen zu viel verbrauchen und die sie in den Folgesemestern gerne wieder rückerstattet bekommen würden.

15. Du wirst dich erkundigen, ob du für Studienbeihilfe in Frage kommst, weil die ja jetzt so drastisch erhöht wurde.

16. Dein Gewicht wird sich verändern. Du wirst nicht mehr den Luxus genießen, dass jeden Tag frisches Essen am Tisch steht. Um deine Ernährung musst du dich selbst kümmern und als Student ist man bekanntlich schnell dazu verleitet, sich Fertiggerichte oder Nudeln mit Pesto zuzubereiten. Also schau darauf, weiterhin regelmäßig Sport zu machen, sonst wird’s einmal schwer, die Unikilos wieder loszuwerden.

17. Du wirst möglicherweise erkennen, dass du dir das falsche Studium ausgesucht hast. Keine Panik! Du stehst noch ganz am Anfang deiner Unikarriere und es ist ganz normal, sich einmal verschiedene Bereiche anzusehen. Es ist viel besser, sich jetzt umzuentscheiden, als ein Studium durchzuziehen, das dir überhaupt nicht gefällt und du dann einen Abschluss in einem Bereich hast, in dem du nicht arbeiten möchtest.

18. Du wirst keine Ahnung haben, was andere Studenten reden, wenn sie von Kolloquium, Nostrifizierung oder „prüfungsimmanent“ sprechen. Keine Sorge, hier findest du alle Begriffe, die fürs Studieren wichtig sind.

19. Du wirst dich mit all den Skripten und Büchern, die du zu lernen hast, überfordert fühlen. Aber wofür wäre SLV da, wenn wir dir nicht auch hier zur Seite stehen könnten.

20. Die überfüllten Hörsäle werden dich (im ersten Semester) zu einer sehr bodenständigen Person machen.

Zum Schluss wie versprochen noch eine kleine Anekdote einer unserer Leser:

„Im ersten Semester habe ich einen Kurs besucht, der eigentlich für das fünfte Semester empfohlen war und bei dem der Professor einen extrem strengen Ruf hatte. Ich dachte mir, ich sehe ihn mir trotzdem einmal an. Ich war unheimlich nervös. Dann sagte der Professor nur, wir sollten uns gegenseitig vorstellen. Es war ein Spanisch-Kurs und ich hatte so und so schon die Sorge, dass mein Spanisch für das Studium nicht ausreichen würde. Dann ist bei mir eine Sicherung durchgebrannt, ich habe die Stresssituation einfach nicht ausgehalten. Alle meine Kollegen rundherum stellten sich einander freudig und in makellosem Spanisch vor, während ich hastig, mit hochrotem Kopf und der Jacke am Boden schleifend zum Dozenten tappte und ihm folgendes an den Kopf warf: ‚Es tut mir Leid, ich muss leider gehen. Meine Mutter ist in der Dusche ausgerutscht und ist jetzt im Spital.’ Er war vollkommen entgeistert und hat mir nur „Alles Gute“ gewünscht. Ich weiß bis heute nicht, was mich damals geritten hat und wieso ich nicht einfach gesagt habe, ich müsste dringend gehen. Es ist mit Sicherheit das peinlichste Erlebnis meines ganzen Lebens!“

Na, da kann’s bei euch ja nicht so schlimm werden.

 

 

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